Xinomavro



Ob unter dem Namen Popolka, Xinogaltso, Mavro Naoussis oder Naoustiano - Xinomavro dominiert Nordgriechenland. Naoussa, Goumenissa, Amynteo, Kozani, Siatista, Rapsani, Grevena (Trikomo), Chalkidiki und Ossa (bei Thessaloniki), überall wird Xinomavro kultiviert. Die Forschung hat drei Clone zutage gebracht. Sie unterscheiden sich hinsichtlich des Ertrags, der Traubengröße und -form, hinsichtlich der Farbe und des Zuckergehalts, reifen aber alle zwischen Ende September und Anfang Oktober. Grauschimmel (Botrytis) ist aufgrund der dichten Cluster ein Problem. Die Reben reagieren empfindlich auf lange Trockenperioden und sind auch ein wenig Oidium-anfällig.
Die Bezeichnung xinomavro (=sauerschwarz) bezieht sich auf den hohen Säuregehalt und die dunkle Farbe der Rebsorte. Ihre Vielseitigkeit lässt sie in vielen unterschiedlichen Wein-Stilen auftreten. Vollgereifte, phenolgeladene Trauben aus wasserarmen, hügeligen Rebflächen, wo der Boden eine Mixtur aus Sand, Lehm und Kalkstein ist, werden zu tollen vins de garde vinifiziert, die von 5 bis zu 12 Jahren altern können (in dieser Zeit werden die starken Tannine weicher). Flaschengealterte Xinomavro-Weine offenbaren ein stark an große Rot-Burgunder erinnerndes Bouquet.

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