Mavrodaphne



Mavrodaphne (=schwarzer Lorbeer) wird im Nordwesten der Peloponnes, in Patras und Ilia, und auf den Ionischen Inseln Lefkada und Kephalonia (wo sie auch ihren Urprung hat) kultiviert. Die produktiven Rebstöcke sind empfindlich gegen Peronosporos, Oidium und Millerandage (Kleinbeerigkeit). Die Reben reifen Anfang September. Mavrodaphne-Weine sind reich an Anthocyanin und totalen Phenolen, bleiben aber weinig und eindimensional im jungen Alter. Erweiterte Fassreife, kontrollierte Oxidation und Flaschenalterung erlauben den Weinen, sich voll zu entfalten.
Mavrodaphne wird immer mehr als Ameliorateur während schlechter, dünner Jahre benutzt, aber auch trockenen Agiorgitiko-Cabernet-Landweinen beigemischt. Im Blend mit der Rosinen-Traube Korinthiaki ausgebaut und in solera-artigem Prozess gealtert, entsteht so ein portweinähnlicher Dessertwein, der im späten 19. Jahrhundert in großem Maße nach Europa exportiert wurde.

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