Hier erscheinen regelmäßig Weine, die wir aktuell verkostet und mit ein paar Notizen versehen haben. So entsteht eine griechische Weindatenbank, auf die Sie und auch wir zurückgreifen können.
05.01.2008 - Ktima Palivou Terra Leone - Cabernet Sauvignon, rot, 2004 - Konstantin
Ein Cabernet in Reinkultur sollte es zum Neujahrszaubern mit meinem Freund Alexander werden, aber irgendwie war es nicht das erwartete hedonistische Highlight. Klar, der Einzellagen-Cabernet von Palivou in der noblen Bouteille hat eine tolle dunkelrote Farbe, duftet aus 2 Meter Entfernung, ist 14%+ Vol. schwer und würde Robert Parker wahrscheinlich die Freudestränen in die Augen treiben. Aber ein bisschen zu viel Barrique, übermächtige Tannine und die offensive Beanspruchung aller Sinne verhinderten die erwünschte Royalität und Tiefgründigkeit eines guten Cabernets - wahrscheinlich muss ich dem 2004er in 10 Jahren noch eine Chance geben... - 83+/100 Punkte
24.12.2007 - Ktima Avantis Sauvignon Blanc Fumé, weiß, 2006 - Konstantin
Zum Fisch und zu der weihnachtlichen Fregatte griechischer Appetizer musste ein knackiger, vollmundiger Sauvignon Blanc ran! Der Avantis Sauvignon Blanc aus Euböa war ein perfect match! Gelb-grüner Glanz, ein betörender Duft nach exotischen Früchten à la Gerovassiliou und am Gaumen frische Trauben, ein bisschen Gras und eine abgestimmte Säure für die Knackigkeit. Ölige Röstnoten bringen Schmackes in den trockenen Abgang und machen ein Weißweinerlebnis perfekt... Erste Liga! - 89/100 Punkte
24.12.2007 - Kosta Lazaridi Oinotria Gi, rot, 2004 - Konstantin
Dass der nordgriechische Marmorproduzent und Weinmacher Kosta Lazaridis jetzt auch in Attika Weine produziert, hat uns aufhorchen lassen. Sein vielgelobter Cabernet-Syrah ist ein sorgfältig vinifizierter, technisch blitzeblanker Neue-Welt-Wein mit 14,5% Vol.-Power! Schwarzrot, Cassis und Pfeffer in der Nase, üppige rote Frucht mit Vanille und Chili am Gaumen und ein langer Nachhall - manchmal braucht man diese Kraftpakete einfach! Nicht filigran, aber dick, schwer und gut... - 87/100 Punkte
17.11.2007 - Babatzimopoulos Merlot, rot, 2004 - Konstantin
Ein kräftiger, dunkelrot schimmernder Merlot mit viel Frucht und jungen Tanninen. Tolle Fruchtkorb-Nase, schlanker Körper und ein leckerer Abgang machen ihn zu einem sehr interessanten Wein... - 84/100 Punkte
30.10.2007 - Papaioannou Pinot Noir, rot, 2006 - Konstantin
Der einzige offizielle Pinot Noir Griechenlands zeigt sich sortentypisch in funkelndem Rubinrot und verströmt einen dezenten Duft nach Erdbeeren und jungen Pflaumen. Geschmacklich interessant mit guter Balance zwischen Frucht, Fass und Säure - unkompliziert und lecker! Noch lange kein Burgunder aber trotzdem ein interessanter Ansatz... - 83/100 Punkte
01.09.2007 - Fellahidis Blanc - Lefkos, weiß, 2006 - Raffaele
Wird aus Sauvignon Blanc und Roditis gemacht. Schöner, erfrischender Weißwein mit einem angenehmen Gras- und Limettenduft. Er schmeckt am Anfang fast etwas bitter, wie ein Retsina ohne Harzgeschmack... Gar nicht so schlecht! Trotzdem überwiegen die Grasnoten und Citrusaromen. Ich mag ihn. - 83/100 Punkte
30.08.2007 - Manolesakis Merlot, rot, 2003 - Raffaele
Ein schöner, sehr typischer Merlot aus Drama. Dunkle und gefällige Farbe, warmer, weicher Geschmack und ein merlottypischer würziger Duft. Fleischiger Körper mit gutem Abgang. Ein wirklich ordentlicher Merlot aus dem mittleren Preissegment. - 83/100 Punkte
17.07.2007 - Papaioannou Rosé, rosé, 2006 - Raffaele
Das ist der dunkelste Rosé, den ich kenne! Dieser Wein ist eigentlich ein heller Rotwein und wird zu 100% aus der peloponnesische Rebe Agiorgitiko vinifiziert. Leider hat dieser Wein kein einziges Element, das man einem Rosé zusprechen würde, sondern er ist lediglich kühl, dunkel und in der Mitte und im Abgang sehr fruchtbetont (Erdbeermarmelade)... Wenn er richtig kalt ist, geht er vielleicht ganz gut zu gegrillten Schwenksteaks, aber ansonsten passiert hier nicht viel. - 74/100 Punkte
05.07.2007 - Biblia Chora Glykis, weiß, 2006 - Raffaele
Eine Abfüllung nur für den griechischen Markt. Sehr limitiert auf ca. 750 Flaschen (500ml). 100% Gewürztraminer. Ein kräftiges Strohgelb im Glas verströmt den intensiven Duft von Litschi und Honigmelonen. Der Geschmack ist extra-intensiv: Süß wie Honig und fruchtgeladen mit der prallen Exotik eines Gewürztraminers. Die Muskatnote im Abgang besiegelt das Schicksal des Weins perfekt, zu einer Mango/Papaya-Tarte zu passen. Für Liebhaber von intensiven Dessertweinen. - 88/100 Punkte
05.07.2007 - Tsolis (Konstantinos Winery) Ampelou Gis, weiß, 2006 - Raffaele
Eine leichte Cuvée aus 60% Chardonnay und 40% Roditis. Ein heller Goldton begrüßt uns und ein sehr leichter Duft von Mirabelle und grünen Trauben steigt aus dem Glas. Trotz der 3-monatigen Fassreife ein zarter Sommerwein mit dem Geschmack nach Stachelbeeren und Grapefruit. Ganz nett, wenn´s mal unbeschwert sein soll... - 81/100 Punkte
02.07.2007 - Melitzanis Naoussa Cava, rot, 1999 - Raffaele
Ein ernsthafter, dunkler und warmer Naoussa. Hat mehr Eichenholzwürze als der Standard-Wein ist aber sehr zufriedenstellend! Er duftet nach Röstbrot und Oliven mit einer sehr angenehmen Note nach gebratenen Pilzen. Hab' schon dreimal so teuren und trotzdem schlechteren Barolo getrunken... - 87/100 Punkte
02.07.2007 - Melitzanis Naoussa, rot, 2004 - Raffaele
Ein dunkler Naoussa-Vertreter. Sofort trinkbar und weich am Gaumen. Erdig und mit schöner Brombeernote, Oliven und getrocknete Tomaten. Saftiger Naoussa mit viel Charakter. Melitzanis ist DER Winzer, wenn es um old-fashioned Xinomavro geht. - 86/100 Punkte
Hier kommen noch Notizen von den probierten Weinen während unserer Nord-Griechenland-Weintour hin!
14.06.2007 - Simeonidis Idipnoos - Sauvignon Blanc, weiß, 2005 - Konstantin
Ein golden glänzender, sehr sauber gemachter Sauvignon Blanc aus Kavala. Duftet nach grünen Bananen, frischem Gras und Limette. Schmeckt ebenso fruchtig und erfrischend. Die Säure gibt ihm ein gutes Gefüge und macht ihn zu einem schönen Sommerwein! - 81/100 Punkte
11.06.2007 - Katogi-Strofilia Roditis Ghinos, weiß, 2005 - Raffaele
Ein heller Weißwein aus biologischem Anbau. 100% Roditis. Der Wein hat erstaunlicherweise ein Bukett, das gegen Null geht. Das ist sehr selten. Geschmacklich gleicht er sich dem Duft an, indem er beinahe nach gar nichts schmeckt... Vage „Weißweinnoten“ ohne prägnanten Charakter einmal beiseite gelassen. Ein leider nichtssagender Wein, der als Durstlöscher zum scharfen Thai-Food gerade noch reicht. - 74/100 Punkte
08.04.2007 - Ktima Driopi Nemea Reserve, rot, 2004 - Konstantin
Hochgelobt und mit 92 Punkten im aktuellen Alpha Wine Guide funkelt sich dieser neue Stern am Peloponnes-Himmel ins große Osterweinglas. Dunkelrot, mit purpurnen Reflexen, einem jugendlichen Duft nach Sauerkirschen, Pflaumen und mit einem Hauch vanillierter Eiche präsentiert sich der reinsortige Agiorgitiko von der Cru-Lage Koutsi in Nemea. Am Gaumen fleischige, süß-saure Fruchtnerven in hartem (weil jungem) Tanningerüst, mit Bitterschokolade, Mandeln und Tabakwürze im Abgang. Ein neuer Spitzen-Nemea, dem zu Beginn seiner Reifezeit noch die Ausgewogenheit fehlt und der ganz Nemea-untypisch noch einige Jahre braucht, um die charakteristische Samtheit zu entwickeln. Unter Beobachtung. - 88++/100 Punkte
08.04.2007 - Tselepos Melissopetra, weiß, 2006 - Konstantin
Ein Gewürztraminer aus Griechenland?! Jawohl, ja. Und was für einer. Dijon-Absolvent Yiannis Tselepos hat einen goldenen, exotisch nach Litschi, Aprikose und Zitrone duftenden Saft produziert, der eine tolle Ausgewogenheit zwischen süßer Frucht und prickelnder Säure bietet und nicht nur zur Ostersuppe eine super Figur macht... Auch die 0.5 Liter Flasche ist einfach nett anzuschauen. Der Sommer kann kommen! - 87/100 Punkte
25.03.2007 - Dalamaras Merlot, rot, 2003 - Konstantin
Yiannis Dalamaras ist ein Könner. Sein reinsortiger, auf 1000 Flaschen limitierter Terroir-Merlot ist einer der Weine, die die Liebe des Winzers zum Wein und zur Region dokumentieren. Dunkelrot und fast ein wenig trüb (er ist ungefiltert) zeigt sich der 2003er im Glas und verströmt einen erdigen Duft nach getrockneten Früchten, schwarzen Oliven und Tabak. So kann nur ein Merlot aus Naoussa riechen! Auch am Gaumen eine nordgriechische Interpretation der Rebsorte mit würzigem, leicht animalischem Charakter und schönen, rustikalen Tanninen. Bei unserer Märzverkostung der absolute Überflieger, vor allem auch, weil er sich in unser Buffet verliebt hat... - 89+/100 Punkte
22.03.2007 - Santo Wines Kameni, rot, 2003 - Konstantin
Aus Santorin kommt dieser nette rote Speisenbegleiter. Mandilaria und Assyrtiko (DIE weiße (!) Rebe Santorins) erbringen einen leuchtend roten Wein mit fruchtigem Beerenduft und einer leicht hitzigen, säurebetonten Art, die ihn zu Zwiebel-Tomatengerichten gut aussehen lassen. - 79/100 Punkte
18.03.2007 - Lantides Chrysambelo, rot, 2004 - Raffaele/Konstantin
Der zweite Lantides an diesem Tag ist da schon wesentlich besser. Ein Cabernet Sauvignon/Agiorgitiko-Verschnitt mit dunkler, rot-violetter Farbe. In der Nase ein warmer Duft nach Erde, süßen Früchten und - jawohl - Wacholder! Am Gaumen prickelnde Frucht und Backplaumen mit einem trockenen Finish. Von der Cabernet-Johannisbeere ist nichts zu "sehen". Ein süffiger, vordergründiger Wein, der gute Gesellschaft beim Barbecue leistet. - 81/100 Punkte
18.03.2007 - Lantides Chardonnay, weiß, 2006 - Raffaele/Konstantin
Das helle Weißgold im Glas lässt alles andere als einen Chardonnay vermuten, der auch noch 3 Monate Fasslagerung hinter sich hat. Die untypischen grünen Apfelnoten in der Nase verwundern ebenso wie der säurebetonte Minze- und Kräutergeschmack. Ein komischer Chardonnay... Vielleicht braucht der noch ein halbes Jahr. - 78/100 Punkte
12.03.2007 - Lyrarakis Syrah-Kotsifali, rot, 2003 - Konstantin
In der Nähe von Heraklion auf Kreta hat einer der modernsten Weinbaubetriebe Kretas ihren Sitz. Die Familie Lyrarakis produziert einen Syrah-Kotsifali-Verschnitt mit dunkelroter Farbe, der interessant nach Pflaumenmarmelade und Früchtepüree duftet. Am Gaumen dann ein ausgewogener Wein mit Frucht, Pfeffer und Würze, mit angenehmen Tanninen und bemerkenswerter Säure. Nicht spektakulär, aber gut gemacht und mindestens ein Glas am Abend wert... - 84/100 Punkte
04.02.2007 - Sigalas Oia Vareli, weiß, 2005 - Raffaele
Paris Sigalas´ Vorzeigewein! 100% Assyrtiko von der Insel Santorini und Überflieger in einer Vielzahl internationaler Verkostungen... Seine Aromatik nach frischer, roher Ananas und Kiwi, die Mineralik und der unglaublich trockene Abgang sind Grund dafür, dass selbst eingefleischte Rieslingkenner diesem Wein die hohe Klasse nicht absprechen können! Genießen Sie ihn am besten zu Mezedes (gr. Vorspeisen) oder zur asiatischen Küche mit Ingwer und Zitronengras. Top-Kombi ist aber der "Oia Varelli" mit Zitronen-Huhn und unserem Petersilien-Pesto auf warmem Knoblauchbrot!! - 90/100 Punkte
04.02.2007 - Nico Lazaridi Magico Vouno, weiß, 2005 - Raffaele
Ein 100%iger Sauvignon blanc! Sechs Monate in neuer französischer Eiche gereift und mit einer sehr außergewöhnlichen Aromatik nach vollreifem Pfirsich, Papaya und Mandeln. Ausgewogene Säure und ein herrlicher Schmelz machen den "Magico Vouno" - den Zauberberg - zu einem hervorragenden Begleiter zu reichhaltigen, hellen Saucen und Geflügel. Er harmoniert außerdem zu reifem Brie und gereiftem Ziegenkäse (Chevre).
Limitiert auf ca. 7000 Flaschen, ist er der einzige Weißwein Griechenlands, der in Holzkisten geliefert wird! - 87/100 Punkte
03.02.2007 - Vaeni Syrah, rot, 2004 - Konstantin
Ein einfacher Syrah kommt von der Winzergenossenschaft aus Naoussa. Tiefrote Farbe, ein Duft nach candierten Früchten und am Gaumen pfeffrige, leicht vegetative Noten mit trockenem Tannin. Für den Preis (ca. 5 EUR) ein guter Essensbegleiter! - 79/100 Punkte
01.02.2007 - Dereskos Cabernet Sauvignon, rot, 2002 - Konstantin
Eine äußerst positive Überraschung war dieser Cabernet von der Westpeloponnes. Der 2002er - dort ein guter Jahrgang - von Dereskos hat eine schöne dunkle Farbe und duftet nach warmen Beeren und candierten Früchten. Am Gaumen dann ganz Cabernet-like robust, mit ausgewogener Frucht und guten Tanninen, kräuterwürzig (Thymian...) und sehr zugänglich. Ein schöner Wein, der auch vom Preis-Leistungsverhältnis überzeugt! - 86/100 Punkte
19.01.2007 - Hatzidakis Mavrotragano, rot, 2002 - Raffaele
Besteht zu 90% aus Mavrotragano und zu 10% aus Mandilaria. Sehr dunkle, fast schwarze Farbe und ein ebenso intensiv brombeeriges Geschmacksbild. Teer, Leder, dunkle Schokolade... Alles da! Allein die Erfahrung, dass er am nächsten Tag sehr viel dünner wurde, wirft ihn hinter den Mavrotragano von Sigalas eine Gaumenlänge zurück. - 86/100 Punkte
19.01.2007 - Antonopoulos Adolis Ghis, weiß, 2005 - Raffaele
Der Adolis Ghis wird aus den autochthonen Rebsorten Lagorthi, Roditis und Asproudes mit einer Beimischung von 10% Chardonnay vinifiziert und hat einen herrlich frischen Charakter. Seine rieslingartige Säure und der leichte Abgang machen ihn zu einem sehr schönen Sommerwein mit Kiwiaroma und Pfirsich. Ein Wein für Liebhaber von Eleganz und Leichtigkeit, aber mit viel Geschmack und Klasse. Sehr schön... - 85/100 Punkte
31.12.2006 - Gaia Estate, rot, 2000 - Konstantin
Nachdem an Weihnachten der 98er Petit Cheval aus Bordeaux den Familiengaumen nicht überzeugen konnte, musste an Silvester ein Nobel-Grieche ran - und was für einer! Der 2000er Gaia Estate ist ein tiefer, komplexer, einmaliger Nemea. Er präsentiert sich dunkel im Glas, mal mit einem purpurnen, mal mit einem rotbraunen Reflex. Die Nase ist Agiorgitiko pur: Beerig, pflaumig und würzig mit dem gewissen animalischen Element und einer duftenden Tabak-Holz-Note. Am Gaumen dann ein perfektes Zusammenspiel von Frucht, Röstaromen und schmelzenden Tanninen - einfach umwerfend! Der Abgang ist Gaia-typisch nachhallend mit der leichten Bitterkeit wie von Mandeln. Der kann noch ein paar Jährchen liegen bleiben. Zum Glück ist da noch eine Flasche im Keller... - 95/100 Punkte
18.10.2006 - Chateau Pegasus Naoussa, rot, 1997 - Raffaele
Das beste Beispiel dafür, wie ansprechend ein Naoussa reifen kann! Der Wein hat eine granatrote Farbe mit naoussatypischem Braunton und ein opulentes Aroma nach Pflaumen, getrockneten Tomaten und weichem Beerenobst. Trotz seines Alters braucht der Chateau Pegasus Naoussa ´97 noch viel Luft, denn die Tanninstruktur ist gerade erst im Begriff weicher und runder zu werden. Toller Abgang, toller Wein... Naoussa at it´s best!
01.10.2006 - Ktima Melitzanis Naoussa, rot, 2003 - Raffaele
Wir verschließen die Augen ob des schrecklichen Etiketts und öffnen alle anderen Sinne um so mehr: Der Naoussa von Melitzanis ist trotz seiner Jugend der beste archetypische Naoussa, den ich bisher trinken durfte! Das Aroma nach Tomaten und weichen Erdbeeren, die Granatapfelsüße und der warme, nicht enden wollende Abgang sind die Eckpfeiler eines Weins, der – nicht umsonst - in Griechenland zu den besten Naoussaweinen gezählt wird! Leider nur sehr schwer zu importieren.
22.09.2006 - Papaioannou Ai-Lia Assyrtiko, weiß, 2004 - Konstantin
Wächst guter Assyrtiko auf der Peloponnes? Nun ja, wir von vinotaurus.com kennen da nichts und probieren einfach, was das Zeug hält, vor allem wenn es sich um Bioweine handelt. Kalt und hellgolden im Glas macht der Weißwein von den St.Elias-Hängen einen appetitanregenden Eindruck. In der Nase dann ein wenig Grapefruit, etwas grüne Paprika, während sich auf der Zunge zwar die elektrisierende metallische Assyrtiko-Power bemerkbar macht, aber die Frucht leider ein bisschen im Sauren und Unspektakulären untergeht. Vielleicht hätten wir dazu was essen sollen, um den Aromen im Wein die Gelegenheit zu geben, sich besser zu entfalten. Ein durchschnittlicher Assyrtiko, der an die santoriner und makedonischen Spitzengewächse nicht rankommt.
22.08.2006 - Vaeni Naoussa Damaskinos, rot, 2001 - Konstantin
Naoussa mit ein bisschen mehr Eiche gefällig? Am besten noch in getoastetem Holz? Die Winzergenossenschaft Vaeni selektiert jedes Jahr ihre reifsten Xinomavro-Trauben und lässt sie 18 Monate in französischer Eiche schmoren, um den etwas anderen Naoussa zu produzieren. Und so präsentiert sich der Damaskinos 2001 auch ungewöhnlich vanillig mild in der Nase, und das bei gewohnt rubinroter Farbe. Der typische Tomate-Olive-Erde-Mix lässt sich hinter dem modernen Eichengerüst mit Röstaromen zwar erahnen und auch die Tannine sind präsent, aber 100% Xinomavro schmecken anders. Trotzdem ein angenehmer Begleiter zu Grilladen aller Art.
21.08.2006 - Boutari Moscofilero, weiß, 2004 - Konstantin
Mit richtig großen Erzeugern konnte ich mich noch nie anfreunden. Deshalb auch meine kritischen Blicke als die Gesellschaft am Tisch zu gegrillten Sardinen, Oktopus, Kalamares und Co. einen Boutari-Wein bestellte. Nun ja, dachte ich, Hauptsache Moscofilero. Und wirklich: Ein zart nach frischen Blumen (Rosen...) duftender, nach frischen Trauben und Zitrone schmeckender Essensbegleiter, knackig und mit hohem Erfrischungspotential. Typisch Moscofilero und 100% passend. Hmmm...
21.08.2006 - Papantonis Miden Agan, rot, 2000 - Konstantin
Auf einer Terasse in einem Badeörtchen bei Katerini durfte uns ein samtiger Agiorgitiko Gesellschaft leisten. Der Miden Agan (=nichts im Überfluss, gr) von Papantonis aus Argos auf der Peloponnes ist ein tiefdunkler, violett schimmernder Saft, der neben dem dunklen Waldbeerenkorb in der Nase auch eine dezente Eichenfassnote und eine interessante Zimtnote aufweist. Schmeichelnde Tannine gepaart mit Frucht und Röstaromen zeigen sich am Gaumen, wie es sich für einen guten, tiefen Agiorgitiko gehört. Der Abgang ist geschmackvoll und nachhallend. Ein Beweis dafür, dass auch 12,5%ige Südgriechen Größe haben.
11.07.2006 - Stavropoulos Linon, weiß, 2004 - Konstantin
Stavropoulos ist einer der eher unbekannten Erzeuger auf der Peloponnes. Der "Linon 2004" ist ein Blend aus Assyrtiko und Roditis: Ein hellgoldener, erfrischender Wein mit Citrus-Charakter und etwas Feuerstein-Mineralität, der mit seiner Unkompliziertheit den sommerlichen Durst angenehm stillt!
03.06.2006 - Hatzidakis Santorini, weiß, 2005 - Konstantin
Der typische, frische Santorini aus den Rebsorten Assyrtiko, Aidani und Athiri erstrahlt in hellem Gelb im Glas und bringt die volle Typizität der Weine aus Santorin mit: Ein Duft nach exotischen Früchten, mineralisch-fruchtiger Gaumen mit lebendiger Säure und viel Sommerfeeling... KALT zu Meeresfrüchten oder Fisch genießen... und am besten gleich den Sommerurlaub buchen!
31.05.2006 - Domaine Tselepos Kokkinomylos, rot, 2000 - Konstantin
Zur maritimen Vorspeise gab es den wunderbaren Santorini von Sigalas, doch was trinken wir zu Paidakia und Lendenspieß? Es musste ein Hammer her - und der kam auch. Yannis Tselepos macht aus der Einzellage Kokkinomylos (gr. rote Mühle) in Tegea auf der Peloponnes einen 100% Merlot, der seinesgleichen sucht. Dunkles, undurchdringliches, geheimnisvolles Rot schwingt erhaben im Glas, während ein betörender Duft nach reifen Waldbeeren, kandierten Früchten und Vanille in die Nase steigt, der allein schon das Geld für den Wein wert ist. Am Gaumen dann die Marmeladigkeit des Merlot, viel süße Frucht, aber immer unterstützt durch einen kraftvollen Körper mit samtigen, tollen Tanninen, die das "Maul füllen". Die sechs Jahre haben dem Kokkinomylos Komplexität und Tiefe gegeben. Kräuterwürze, Tabaknoten und verführerische Röstaromen sind unsere Assoziationen, während der Wein noch lange nach dem Schluck nachhallt und ich eigentlich gar nicht dazu essen will... Wer Merlot mag, wird diesen Wein vergöttern; wer nicht auf Modeweine dieses Typs steht, wird von der Qualität des Tropfens dennoch begeistert sein.
31.05.2006 - Sigalas Santorini, weiß, 2005 - Raffaele
Paris Sigalas gehört seit vielen Jahren zu den herausragendsten Winzern auf Santorin. Seine Weißweine haben durchweg Charakter und sind typisch für die Region. Aus den Rebsorten Aidani, Athiri und Assyrtiko hat er auch im Jahrgang 2005 einen herrlich fruchtig-mineralischen Wein vinifiziert, der mit seiner ausgewogenen Säure und Mineralik der perfekte Einsteigerwein für die herberen und eigentümlicheren Weine der Insel ist. Ein schöner Tropfen zum Grillfisch auf der Terrasse.
28.05.2006 - Alpha Estate, rot, 2004 - Konstantin
Ja ja, diesen Wein wollten wir schon lange mal probieren! Ktima ALPHA bei Amyndeon in Nordgriechenland ist der Qualitätsnewcomer der letzten Jahre in der griechischen Weinszene. Weinmacher Iatridis legt besonderen Wert auf niedrige Erträge und hohe Rebenqualität. Die Cuvée aus Syrah, Merlot und Xinomavro präsentiert sich in tiefrotem Gewand mit einem intensiven Duftmix aus Zwetschgen, saftigen Brombeeren und Tomaten mit einer leichten Vanille-Note. Am Gaumen volle, süßliche Frucht in mittlerem Körper, würzig mit hervorstechender Säure und raubeinigen Tanninen. Der Abgang ist ganz Xinomavro-like mit Oliven- und Tomaten in süß-saurem Rahmen... Der Alpha Estate 2004 braucht noch Zeit, um die Ausgewogenheit zu erlangen, die ihn nach ganz oben bringen wird.
14.05.2006 - Technis Alipias Rosé, weiß, 2004 - Raffaele
Auch wenn das Weingut Techni Oinou einen allgemein guten Ruf genießt, können wir uns mit deren Weinen nicht anfreunden. Nach dem Weißwein des Weingutes (s. unten) haben wir nun den Rosé verkostet. Aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Carignan und Grenache hat Techni Oinou einen ziemlich mangelhaften Rosé gemacht. Der Wein schmeckt wie ein Erdbeerbonbon: Süß und herb, fast klebrig und mit einem stechenden Geschmack nach alten Kellerräumen. Wäre er ausbalanciert, könnte man sicher über den Geschmack streiten; aber der Wein ist unausgewogen und schlichtweg indiskutabel, zumal in dieser Preisklasse eklatante Fehler vermeidbar sein sollten.
05.04.2006 - Dalamaras Lefkos, weiß, 2004 - Raffaele
Der Weißwein von Dalamaras besteht aus den Rebsorten Roditis, Malagousia und Priknadi. Er hat eine schöne hellgelbe Farbe mit einem leicht bronzefarbenem Ton. Er duftet nach Stachelbeeren und Limetten und hat ein intensives Zitronenschalenaroma am Gaumen... Herrlich frisch, aber mit einem mittelschweren Körper, ist er der ideale Sommerwein (auch zum Spargel...!). Demnächst kommt der 2005er ins Vinotaurus-Sortiment.
15.03.2006 - Dougos Meth'ymon, rot, 2002 - Konstantin
Diese Cuvée aus 7 Rebsorten (Syrah, Cabernet, Cabernet franc, Merlot, Grenache, Limnio und die weiße Batiki-Traube) von der Familie Dougos bei Larissa ist eine kleine Rarität. Nur 2000 Flaschen werden davon jährlich produziert. Ein tiefdunkles Purpurrot empfängt uns im Glas, die Nase ist sehr beerig mit frischem Holz und exotischen Gewürzen. Die konzentrierte Frucht rückt in Form von schmeichelnder Süße am Gaumen und einem nachhallenden samtigen Abgang in den Vordergrund, während der mittlere Körper mit sanften, aber guten Tanninen die Haltung wahren kann. Ein Frauenwein, der aber auch uns gut gefallen hat. Gibt es vielleicht bald im Sortiment...
10.03.2006 - Sabanis Estate Paleomenos, rot, 1997 - Raffaele
Der Paleomenos 1997 besteht aus den Rebsorten Syrah und Cabernet Sauvignon. Geschmacklich bekommt er seine Ecken und Kanten im Eichenfaß abgeschliffen. Er duftet sehr schön nach Johannisbeere und Pflaumen hat ein weiches Tanningerüst und leichte Röstaromen bei einer nicht ganz so dunkelroten Farbe, wie es bei den verwendeten Rebsorten zu erwarten wäre. Leider schwächelt der Körper in der Mitte und beim Abgang, es treten die Früchte zurück und es bleibt ein etwas enttäuschender Gesamteindruck. Wer am nächsten Tag den Rest von der Flasche trinken will, sollte nicht viel erwarten: Der Wein ist dann noch dünner als der Abgang am Vortag. Schlechtes Preis-Leistungsverhältnis, selbst bei sehr günstigen Anbietern...
17.02.2006 - Sabanis Estate Methistikos, rot, 2003 - Raffaele
Ein Wein aus den Rebsorten Syrah, Cabernet Sauvignon und Grenache. Der Methistikos hat eine mattrote Farbe und duftet nach Himbeeren, Rosé-Trauben und Tomaten. Ein nicht sehr typischer Grieche. Obwohl die Rebsorten einen durchaus gefälligen Wein produzieren können, haben wir es hier leider mit einem anspruchslosen, dünnen Weinchen zu tun, dass Körper und Ausgewogenheit vermissen lässt und somit die noch weit verbreitete Meinung vom schlechten griechischen Wein bedauerlicherweise untermauert. Enttäuschend.
12.02.2006 - Papaioannou Palea Klimata, rot, 1997 - Konstantin
Eine Rarität stand heute bei meinem Freund Alexander auf dem Tisch... Der 97er Nemea von den "Alten Reben" (=Palea Klimata, gr.) vom Ktima Papaioannou, einem der großen Namen Nemeas und wenigen Erzeugern im Antiken Nemea selbst. Kaum war die Flasche geöffnet, machte sich die Enttäuschung auf unseren Gesichtern breit: Zwar floss da ein dichter, roter Saft ins Glas, aber was war mit dem Bouquet passiert?! "Der ist schlecht", da waren wir uns einig, den Oxidations-Duft von muffigen Kellergewölben und abgestandenem Früchtekompott in der Nase. Doch dann das Unerklärliche am Gaumen: Struktur, Vielschichtigkeit und Frucht, oooh Frucht - in einem Abgang, den wir selten so intensiv erlebt haben. Ein Wein, der, wenn man sich nicht vor seinem Duft abstoßen lässt, den Mund füllt und selbst nach dem Schlucken noch unglaublich präsent ist. Nur für Mutige und nur für Genießer, die einen Wein mit all' seinen Schwächen erfassen und respektieren wollen...
07.02.2006 - Domaine Skouras Grande Cuvée - Nemea, rot, 2003 - Konstantin
Einer der vielgerühmten und bestbewerteten Nemea-Weine. Dunkle, purpurrote Farbe. Typischer Agiorgitiko-Duft in der Nase: Fruchtig südgriechisch und verspielt-delikate Veilchennoten. Am Gaumen vollmundig, stoffig, Klasse-Balance zwischen Frucht-Säure-Eiche, aber noch jungen muskulösen Tanninen. Braucht noch 2 bis 3 Jahre bis er wirklich zugänglich wird. Ein sehr sauber gemachter Nemea mit viel Potenzial!
29.01.2006 - Economou Sitia, rot, 1998 - Konstantin
Bei der Verkostung am 29. Januar der Hit! "Naturtrüb"; Ziegelsteinrot mit orangenem Kranz, typisch für die Liatiko-Traube. In der Nase vordergründig sonnige, vergorene Frucht, während flüchtige Erde- und Olivennoten einen komplexen Kreter offenbaren. Am Gaumen kräftig für sein Alter, süße Frucht in rustikalem Gefüge mit wenig Holz. "Schmeckt nach kretischer Geschichte", so ein Gast, der auch vergeblich versucht, dieses EINE unbeschreibliche Geschmackselement in Worte zu fassen. Langer, nachhallender Abgang. Leider ist keine Flasche mehr übrig...
17.01.2006 - Creta Olympias Mirambelo, rot, 2002 - Konstantin
Ein Wein, der für gute Absatzzahlen bei einem der größten Produzenten Kretas sorgt und häufig in der Werbung auftaucht. Vinifiziert wurden hier die alt-kretischen Rebsorten Kotsifali und Mandilaria. Die Farbe des Weins ist ein ungewöhnlich dunkles Rot (kretische Rote sind farblich normalerweise etwas heller), während ein Duft nach vanillierter Fruchtcrème und warmer Erde in die Nase steigt. Am Gaumen kann sich die Frucht allerdings nicht durchsetzen und der Wein wirkt etwas dünn und stelzenhaft, wenn auch durchaus wohlschmeckend. Der Abgang ist sehr kurzweilig. Der Mirambelo macht insgesamt einen modernen, frischen Eindruck (dürfte demzufolge auch so manchem schmecken) und passt auch gut zu leichten, mediterranen Gerichten. Aber ein Vinotaurus-Wein ist das nicht.
17.01.2006 - Techni Alipias Regional Dry White, weiß, 2004 - Raffaele
Der Wein ist eine Cuveé aus der Sauvignon Blanc-Rebe und der etwas unterschätzten Rebe Semillon. Beide zusammen entwickeln im Wein unglaubliches Geschmackspotential. Infolge dessen duftet der Wein nach Grapefruit und Zitrone, hat einen würzigen Geschmack nach Gras und einen etwas öligen Abgang. Eigentlich ein toller Wein, aber leider kein typischer Grieche, sondern dem Allerweltsgeschmack angepaßt... Zu wenig Eigenständigkeit, um im Vinotaurus-Sortiment zu landen, ansonsten eine gute Altenative zu weißen Bordeaux-Weinen.
12.01.2006 - Tsantali Rapsani, rot, 1993 - Konstantin
Den 94er gab's an Weihnachten, heute ging's an den überragenden '93er Jahrgang. Nach dem Ziehen des im Top-Zustand befindlichen Korkens das gleiche Bild wie an Heiligabend: Leuchtendes Granatapfel-Kamin-Rot, das beim Schwenken des Glases eine ölige Eleganz offenbart. Nach einer kurzen Atempause präsentiert sich der fast 13-jährige mit einem kräftigen, kirschigen, würzig nuancierten Bouquet. Am Gaumen wieder Kirschen und Cassis sauber implementiert in einem komplexen, stufigen Gebäude mit herrlich intakter Tannin- und Säurestruktur. Hat noch viel Kraft und zeigt sein Alter kaum. Der Abgang ist naturgemäß etwas kurz, aber das tut dem Wein vom Götterberg keinen Abbruch!
07.01.2006 - Ktima Pavlidis, rot, 2003 - Konstantin
Einer der erfolgreichsten Newcomer der letzten Jahre in der griechischen Weinszene, Pavlidis, stand als nächstes auf dem Programm. Der Ktima - ein Cabernet/Merlot/Limnio-Verschnitt - hat eine violett-rote Farbe und eine ungemein beerige Nase. Dieses Übermaß an hitziger Frucht setzt sich auch am Gaumen fort; zwar machen sich die neuen Eichenfässer und eine gute Säurestruktur bemerkbar, der Wein wirkt aber etwas zu plump und eindimensional. Er erinnert an Powerpakete aus Übersee, die oft Ausgewogenheit und Finesse vermissen lassen.
07.01.2006 - Chateau Porto Carras, rot, 2000 - Konstantin
Ein dunkler Saft mit purpurnen Reflexen und einer betörenden Nase: Johannisbeere, Vanille, warmes Holz... Ein typischer Cabernet, wobei der kleine Limnio-Anteil durchaus zum Tragen kommt. Am Gaumen ist der Nordgrieche wuchtig, mit voller Frucht, aber auch würzig mit komplex geschichtetem Körper und sehr gut eingebauter Eichenfassnote. Die Tannine sind noch relativ hart ("bissig"), aber von hervorragender Qualität. Der 2000er entstand in einer Zeit des unternehmerischen Umbruchs bei Porto Carras. Er wurde zu keiner offiziellen Verkostung geschickt und ist einer der wirklich unterschätzten Jahrgänge. Uns hat er sehr überzeugt!
25.12.2005 - Mykonos Coop. Paraportiano, weiß - Konstantin
Ein hellgoldener Wein mit einer exotischen Nase (Mango, Papaya). Frisch und fruchtig im Geschmack, ein bißchen süßlich, aber mit angenehmer Säure und erfrischend mediterran. Ein süffiger Wein aus Mykonos passend zu Meeresspeisen!
24.12.2005 - Tsantali Rapsani, rot, 1994 - Konstantin
Kurz vorm Schlafengehen noch ein kleines Schmankerl für die gemütliche Weihnachtsrunde. Der 94er Rapsani zeigt, dass die Xinomavro/Stavroto/Krassato-Cuvees vom Olymp durchaus Alterungspotential haben. Leuchtendes Granatapfelrot mit orange-braunem Rand. Ein warmer, süß-beeriger Duft gepaart mit ein wenig nussigem Holz erreicht die Nase. Leckere Kirschfrucht in einem mittleren Körper mit abgeschwächten Tanninen und etwas zu kurzem Abgang. Trotzdem sehr interessant, da arttypisch und schmackhaft. Probieren!
24.12.2005 - Antonopoulos Cabernet-Nea Drys, rot, 2000 - Konstantin
Was gibt es Leckeres zu trinken an Heiligabend? Nun, ein starker Cabernet Sauvignon/Franc-Bursche sollte es unter anderem richten - und das tat er auch! Dunkelster roter Saft mit schwach-purpurnen Reflexen erstrahlt im Glas und verströmt eine unbändige Duftkollektion von dunklen Waldbeeren und Cassis, Bourbon-Vanille und gerösteten Bittermandeln. Nach einer kurzen Dekantierung das volle Cabernet-Paket am Gaumen: Reife Frucht, dicht und vollmundig, würzig, superbe Tannine mit dezent eingearbeiteter Eichennote. Langer Abgang... Könnte noch ein paar Jahre lagern. Einfach festlich!
10.12.2005 - Apostolos Lykos Kratistos, rot, 1998 - Konstantin
Ein Nemea von meiner Lieblingsrebsorte Agiorgitiko ist schon etwas sehr Feines. Wenn er denn gut gemacht ist. Der Kratistos von A. Lykos ist einer von denen, die gut sein wollen, es aber nicht schaffen. Eine dunkle, schöne Farbe im Glas, die Nase untypisch muffig, holzig, zu wenig beerig duftend. Der leicht-kräutrig-würzige Geschmack wird von viel Altholz übertüncht. Die Korknote im Abgang gibt diesem unterdurchschnittlichen Wein den Rest. Wenn Sie einen erschwinglichen leckeren Nemea suchen, empfehle ich den von Skouras oder Vassiliou in unserem Shop.
04.12.2005 - Domaine Spiropoulos Orino, weiß, 1999 - Konstantin
Ein 6-jähriger Moscofilero-Wein? Eine gute Gelegenheit zu sehen, wie sich die Weine aus dieser alten peloponnesischen Rebsorte in der Zeit entwickeln. Heugelb mit silbernen Reflexen, in der Nase die charakteristische Veilchennote mit einem Hauch von trockenen Rosenblättern. Am Gaumen präsentiert sich der Südgrieche spritzig mit hervorstechender Kohlensäure, nach Jasmin und Limetten schmeckend mit bitter-saurem Abgang. 1-3 Jahre nach der Lese schmeckt Moscofilero immer noch am besten, wobei der 99er Orino dennoch interessant war und die Flasche schnell leer...
26.11.2005 - Katogi-Averoff Cabernet Sauvignon/Agiorgitiko, rot, 2002 - Konstantin
Ein schöner Abend in einem griechischen Musiklokal braucht einen guten Wein! Dachten wir uns und nahmen uns den Klassiker von Katogi-Averoff vor. Ein leuchtendes Granatrot mit semi-transparentem Rand empfing uns im Glas, wobei wir ihn etwas dunkler erwartet hätten. In der Nase ein betörendes Bouquet von Waldfrüchten à la Cabernet, Vanille in Eiche und südländischen Gewürzen. Am Gaumen präsentiert sich der Grieche aus Metsovo mit toller Frucht (keine Fruchtbombe!), sauber eingebundener Säure, würzig, vielschichtig und mit gutem Tannin-Biss. "Schmeckt viel dunkler als er aussieht...". Der Agiorgitiko gibt dem Cabernet einen mediterranen Schliff und macht ihn zu einer leckeren Cuvée, die auch durch ihren nachklingenden Abgang begeistert.
19.11.2005 - Biblia Chora Ovilos, rot, 2001 - Konstantin
Das neue Flaggschiff der Domaine Biblia Chora mit äußerst anspruchsvollem Etikett. Dunkler, geheimnisvoller Saft. Der betörende Cabernet-Duft nach schwarzer Johannisbeere steigt aus dem Glas empor und bereitet die Sinne auf das vermeintliche Erlebnis vor. Doch so ganz will der Ovilos uns nicht überzeugen. Die fein-herbe Frucht gepaart mit trockenen Tabaknoten und Kräuterwürze ist zu schwach, um den Mund mit der gewohnten Stoffigkeit und Power eines herausragenden Cabernets zu verwöhnen (siehe Tsantali Organics im Shop). So bleibt der rote Ovilos ein überdurchschnittlicher Wein, der diejenigen beglücken wird, die nicht auf der Suche nach Cabernet-Kraftpaketen sind.
16.11.2005 - Domaine Porto Carras Portraits, weiß, 2003 - Konstantin
100% Athiri, eine Rebsorte die in Santorini-Weinen in der Cuvee mit Assyrtiko und Aidani ausgebaut wird. Leuchtende, gelb-grüne Farbe und ein Duft nach Honigmelone und Mango erfreuen den Genießer. Eine angenehme leichte Süße eröffnet sich am Gaumen. Fruchtig, ägäisch mit dezenter Säure und trockenem Abgang. Ein gefälliger Weißwein, der wunderbar zu Pasta mit Meeresfrüchten passt!
14.11.2005 - Kechris Protios, rot, 2001 - Konstantin
Schönes dunkles Rot mit leicht purpurnem Rand. Duftet zart beerig und ein bisschen nach Vanille. Präsentiert sich am Gaumen leichtfüßig mit dezenter Eichennote, nicht zu fruchtig, nicht zu herb. Der Abgang ist angenehm, aber kurzweilig. Ein süffiger, gut zur leichteren Küche passender Cabernet Sauvignon, der vergleichsweise allerdings etwas schwach auf der Brust ist.
09.11.2005 - Aidarini Goumenissa, rot, 2003 - Raffaele
Duftet nach reifen Beeren und warmem Holz, hat aber einen zu aufdringlichen Alkohol-Stich. Der fruchtig-reife Start zeigt sich nicht mehr am Gaumen und der Zunge. Erst zu süß, dann zu sauer, dann wieder zu alkoholisch und ohne Konzept bis zum Abgang. Unausgeglichen und gerade gut genug für eine mittelmäßige Grillplatte... Das ist nicht die Qualität, die wir von der Ktima Aidarini gewohnt sind. Leider.
07.11.2005 - Ktima Karydas Ktima, rot, 1999 - Raffaele
Deutlich herber und typischer als der Standard-Naoussa aus dem Hause Karydas. Hier erkennt man deutlich das Erdbeer- und Himbeeraroma des Xinomavro. Etwas Ledriges und der Anklang an warme Erde runden geschmacklich einen eindrucksvollen Nordgriechen ab. Kann noch ein paar Jährchen lagern, wenn das gewünscht ist...
06.11.2005 - Ktima Karydas Naoussa, rot, 1999 - Raffaele
Ein sehr fruchtbetonter und weicher Naoussa. Ihm fehlt etwas der Biss und die Animalik der typischen Naoussa-Weine, hat aber dafür einen geschmeidigen Abgang. Der Wein ist interessant für alle, die mit den herben Original-Varianten des Naoussa nicht zurechtkommen.
05.11.2005 - Chateau Porto Carras, rot, 1981 - Konstantin
Ein unverhofftes Erlebnis! 24 Jahre nach der Lese präsentiert sich der Cabernet-Verschnitt noch robust mit dunkelroter Farbe und öliger Eleganz im Glas. Das Alter des Weins erriecht man förmlich; im Bouquet dominiert trotzdem der Duft vergorener, dunkler Früchte. Auch am Gaumen verrät die modrige Holznote, wie alt der Tropfen wirklich ist. Aber interessanterweise passt genau dieses Element wunderbar in eine Geschmackspalette von feuchter, dunkler Erde über viel beerige Waldfrucht hin zu leicht animalischen Ledernoten. Guter, nachhallender Abgang. Alles in allem ein faszinierendes Fundstück aus einer Zeit, als der Weinbau in Griechenland gerade wieder erwachte!
30.10.2005 - Domaine Spiropoulos Mantinia Oak (Fassausbau), weiß, 2002 - Konstantin
Relativ helle Farbe für einen Fumé. Es fehlt die charakteristische Rosen- bzw. Veilchennote. Stattdessen Barrique in der Nase und am Gaumen, die filigrane Geschmacksfaserung der Moscofilero-Traube wird hier fast komplett übertüncht. Ein unausgewogener Wein mit wenig Nuancen!
20.10.2005 - Domaine Skouras Moscofilero, weiß, 2004 - Raffaele
Ein hellgoldener Wein mit gelben Reflexen. Er duftet zart nach Heu und intensiv nach Zitrusfrüchten. Der Geschmack ist sehr frisch und ganz deutlich nach Zitronen und Quitten. Er hat etwas mehr Säure als vielleicht notwendig und einen relativ kurzen Abgang. Trotz allem ein sauber vinifizierter, sommerlich frischer Wind im Glas für alle, die es spritzig mögen.
17.10.2005 - Ktima Gianni Nomikou Santorini, weiß, 2001 - Konstantin
Tiefgoldene Farbe; zartes Bouquet nach jungen Pfirsichen und Trockenfrüchten; mineralischer, unglaublich vielschichtiger Abgang; toll eingebundene Säure. Sehr lecker!
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